Laudatio von Dr. Rüdiger Stellberg
„Wer ständig strebend sich bemüht, den können wir erlösen.“ so schrieb Johann Wolfgang v. Goethe.
Der Preisträger des heutigen Abends wird ausgezeichnet für das, was unsere moderne Kommunikationsgesellschaft dringend braucht: Vision, Kompetenz, Ausdauer und Erfolg.
Als der Stifter des Preises, das Internationale Erfinderforum, heute vertreten durch Herrn Hansgeorg Torkel, sich für den Delphischen Rat Deutschland entschied, lag die Begründung in der deutlichen Erfüllung dieser vier genannten Kriterien.
Der Vizepräsident des Rates, Herr Siegfried Lange, hatte bereits vor etwa 12 Jahren Herrn Torkel im Rahmen der Kooperation Schule/Wirtschaft kennen gelernt und mit ihm viele impulsgebende Projekte angeschoben, so z. B. die Niederrheintage der Handwerklichen Künste im Jahre 2006 und die Verfassung einer Vision Ruhr.2020 vor drei Jahren. Die Thesen dieser Arbeit decken sich mit der aktuellen Diskussion um Chipkarten für Bildungsangebote. Sie lagen also bereits vor, als noch kein Politiker sich in diesen Bereich vorgewagt hatte. Die Planung und Durchführung der Delphischen Jugendspiele 2003 in Düsseldorf, ganz ohne öffentliche oder privatwirtschaftliche Förderung, ist ein Verdienst des Delphischen Rates Deutschland, der hier einen wichtigen Baustein für die Weiterentwicklung der globalen Delphischen Spiele beigetragen hat.
Die Stützung Delphischer Spiele erfolgte in Malaysia 2005 und Süd-Korea 2009. Deutsche Delegationen, die jeweils aus etwa 50 Teilnehmern bestanden, besuchten unter Leitung der Präsidentin, Frau Monika Ehrhardt-Lakomy, die Spiele.
In Deutschland baute der Delphische Rat sein Netzwerk ständig aus. In der Jugendförderung ermöglichte der Rat in den letzten Jahren z. B. die Teilnahme von Schülern an den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt. Zudem bekommt der Rat zunehmend Anfragen aus dem öffentlichem Leben zur Gestaltung von weiteren Großveranstaltungen, so z. B. der Landesgartenschau in Zülpich im Jahre 2014. Diese Anfragen werden von Ihrem Hauptbüro in Düsseldorf unter Leitung von Herrn RA Bernd Küther sorgfältig bearbeitet. Schließlich hat sich auch eine intensive Zusammenarbeit mit der KIT-Initiative, Mülheim, ergeben. Diese Initiative stellt sich inzwischen als zuführende Organisation für die Aktivitäten des Rates zur Verfügung.
Ein perfektes Beispiel für diese Zusammenarbeit ist heute Abend anwesend. Der Sprayer Matthias Scheidig kam von der KIT-Initiative, bewährte sich in Projekten im Unperfekthaus, Essen, und wurde im letzten Jahr für die Delphischen Spiele in Korea gemeldet und ist heute geschätztes Mitglied des Rates.
Ein weiteres Kompliment gilt Ihrer Auswahl sachkundiger neuer Mitglieder, die in den letzten Jahren die Aktionsfähigkeit des Rates deutlich gestützt haben. Ihre ehrenamtliche Tätigkeit verlangt das Einbringen persönlicher Kontakte, persönlicher Fähigkeiten von der adressatengerechten Ansprache von Künstlern und Veranstaltern über die Organisation von Reisen und Veranstaltungen bis hin zur Akquirierung von Sponsoren.
Dass Sie heute zudem über Ihren Kompetenzkreis Fremdsprachen ein breites fremdsprachliches Spektrum abdecken, ist ein weiteres positives Merkmal Ihrer Handlungsfähigkeit im internationalen Kulturgeschehen und somit im internationalen Gedankenaustausch. Dies ermöglichte Ihnen bereits mehrfach einen verlässlichen völkerverbindenden Austausch und auch die Förderung von weltoffenen Einstellungen.
Der DRD hat in den letzten 10 Jahren eine Reihe von Visionen entwickelt, die einer deutschen Öffentlichkeit erst einmal nahe gebracht werden mussten. Sie haben dafür gesorgt, dass Delphi nicht nur mit dem Orakel in Verbindung gesetzt wird, sondern dass die Delphischen Spiele als feste Institution der Antike wieder in das Bewusstsein der Menschen gerückt wurden. Diese sollen sogar prachtvoller gewesen sein als die Olympischen Spiele. Auch der Delphische Frieden wird als Grundlage für die Möglichkeit der Entwicklung kultureller Höchstleistung von Ihnen in den Fokus gesetzt.
Der delphische Rat Deutschland ist eine verlässliche Größe im Kulturleben unserer Tage. Die nationalen, internationalen und globalen Wettbewerbe und Präsentationen bieten Jugendlichen und Erwachsenen einen hohen Anreiz, sich der subjektiv empfundenen Langeweile des Alltags zu verweigern und sich auf Wege zu wagen, die motivierend und erfüllend sein können.
Ich wünsche Ihnen nun kurz vor dem Ende meiner Laudatio viel Kraft und Erfolg bei der Vorbereitung der 4. Delphischen Spiele für die Jugend der Welt am Ende des kommenden Jahres.
Ein Grußwort aus der Kulturhauptstadt 2010, speziell aus dem TWINS Projekt
"Erfindungen und Innovationen als Impulsgeber für das Ruhrgebiet, Deutschland u. Europa“
gebe ich hier im Auftrag der „KIT-Initiative Deutschland e.V." als Träger des TWINS Projektes gern weiter. Die Delphischen Spiele sind ein Impuls einer sozialen Innovation, die in dieser in der Delphischen Woche hier auf Zeche Carl in Essen vorgestellt wurde.
Aus der Sicht eines Laudators, der das Institut für Gewaltprävention NRW leitet, hat der DRD ein ganz spezielles Verdienst. Der Chancen gebende Wettbewerb auf hohem Niveau, die finanzielle Unterstützung der Teilnehmer und die beständige Anleitung zu sinnstiftender Tätigkeit und Persönlichkeitsbildung ist eine der besten Präventionsmaßnahmen, die ich mir vorstellen kann.
Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Preis!
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